Poems and Stories

 

Thorsten Muder schrieb:

Er sah ein Didgeridoo,
er interessierte sich dafür,
er las sehr viel,
er dachte sehr viel,
er Begriff.
er wußte, daß es gut war,
er nahm sich vor, sich noch mehr zu interessieren,
er kam nicht weiter,
er hatte einen guten spirit, aber
er hatte auch einen seltsamen Kopf,
er merkte eines tages, daß er sich befreien mußte,
er ging mit seinem besten Freund zu einem großen Meister,

ER zeigte Ihnen das spiel und er zeigte Ihnen mehr,
ER zeigte Ihnen den Anfang einer besseren Welt,
ER goss den Keim in uns, den viele Menschen nicht mehr haben, und
ER sah, wie der Keim sich bewegte,
ER zeigte Ihnen neue Techniken und
ER teilte mit Ihnen den Flug und die Landung an vielen Wochenmitten,

und eines tages, ohne das er merkte, ohne daß er dachte, ohne das er es überhaupt registrierte, in einer der wenigen stillen Minuten seines Lebens, war er da...

der endlose Ton

nach fast genau einem Erdenjahr ...

und in dem Moment als er Begriff, rollte eine Träne über sein Didgeridoo, und er hörte nicht mehr auf zu spielen,

Danke Thomas ! Danke an die Wochenmitte und deren guten Menschen die man trifft !


Am alten platze

einer der grabeskirche in jerusalem nachempfunden mystischen capelle:

Am dienstag war ich eingeladen mit Tim ,den ich letztes jahr auf einer veranstalltung kennenlernte und seinen freunden Tom & Andy,in einer kleinen zwölfeckigen gotischen kappelle aus dem 12.Jh u.Zt.zu spielen. Es war überwältigend. Einmal vom tag her. Sehr windig wolkenberge schoben sich durch die herbstlich bunte landschaft und es gab die weite,die ich so liebe, an einer stelle nur unterbrochen durch große windkraftwerke die sich mühelos,doch wie aus dem gesamten bild herausgelöst, drehten. Den wind begrüßend, mit ihren weißen giganto propellern, im sonnenlicht des späten nachmittags, glänzenden, schatten der wolken reflektierenden, mächtigen armen, irgendwie schienen, die Zeit einfangen zu wollen. Ach ja, seufz..... ....dann begab ich mich in die besagte kapelle erst allein,kleine alte holztür aus dereinst rauhem holze getischlert und mit schweren beschlägen aus schwarzem metalle,in renoviertem weißen mauern,rechts und links gestützt und gehalten von zwei aus grünlichem sandstein gearbeiteten säulen, auf denen, in nicht alzugroßer höhe, eine alte halbrunde steinscheibe, mit ausgeschlagenem ursprünglichem gesichte, ruht. Jeder schritt den ich näher in das innere kam wurde lauter und der wind draußen schien wieder nach haus zu gehen um den giganto propellern ruhe zu geben,oder stand die zeit jetzt still? Ich hielt inne und lauscht meinem blut wie es zuerst rauschend dann pulsierend und plötzlich in den bekannten sanften rythmus des herzschlages sich gehör veschaffte. So bewegte ich mich dann fort von säule zu säule, es waren derer zwölf im außenkreis und ich wagte es kurz die stimme zu räuspern, da erschallte es wie aus tausend kehlen zurück. Brach sich unter der kreuzgewölbedecke und schien, einmal um die zwölf säulen zu fliegen.Dann in den inneren kreis von vier säulen, einen atemzug lang, in der mitte stehen zu bleiben dann eine langsame anmutige bewegung nach oben zu machen,in sich zusammenfallend,der ton sich an den altar begab (geschmückt von einer roten kerze,die vor handgeschnitzen rauhen holzkreuz stand an dem Jesus der legende nach sich hingab) und sich dort in sein nichts zurückbegab. Ich war gerührt und erstaunt,erfreut und doch ganz ruhig.Die gesichter der aus grünlichem sandstein geformten säulen, blickten mich an, zuerst nicht bemerkt, schienen sie zu lächeln,aufgerissenen auges dreinblickend als stünde die frage in ihren gesichtern, wie - du hast es nicht gewußt,du mußt vertrauen, wir sagten dir dereinst es wird gelingen. Der nächste blick aus meinem körper warf glänzendes licht auf meine netzhaut, das verschmolzen mit dem bläulichgrün des gotischen fensters, durch das die Sonne strahlte ,im selben augenblick sich der gedanke trug. So dann kamen die freunde zur tür herein, und der zauber war für einen moment zur tür heraus. Er kam zurück als ein mächtiges, mit der rinde des baumes aus dem es erwuchs,Didgeridoo erklang.Seinen dunklen warmen ton um die säulen schmiegte und sanft den inneren kreis erreicht, langsam säuselnd empor stieg und dann in eben dieser mitte stehen blieb, sich verdichtete, schwerer wurde,körperlich spürbar außen einwirkende kraft machte sich luft und fing an den ton zu schleudern,in spiralen flogen die töne dann der freunde durch den raum der sich außzudehnen schien.Immer pulsierender anschwoll,die erde auf der wir saßen bebte und mir kam der gedanke, sie wolle sich auftun,schreiend, betört vom klang, um uns für den rest der zeit wollüstig zu verschlingen. Aber es kam der augenblick des losgelösten, hallo freunde ich kann euch sehen aber von hier oben auch mal von unten und durch euch durch, effectes,der bei mir immer zur kritik an mir selbst mahnt,Thomas jetzt übertreibe es mal nicht,wo willst du denn noch hin, es ist schon gut und fliegen können wir auch morgen noch. Ha ha !

Thomas


1. Die Grüne Hanna !

ja wer weiß es schon genau
ob strauch ob baum oder schöne frau
sogar grüne augen rotes haar
mutter erde, wunderbar........

2.Liebe Hanna......
ich bin so klein und du so groß
wir sind allein,was war schon loß...
so schön mit dir, im weichen moos...

Grüne welt so frisch und klar
als könnt´ich fliegen, hoch und weit...
ahhh juhhuu so wunderbar....

Immer wieder zu.....immer wieder zu...
öcht´ich lachen, manchmal weinen...
ins volle leben mich ergießen.........

Strahlend leuchten wie ein stern
mit dir allein zum wasser gehn´
durch wellen gleiten, lassen wir uns leiten
wie durch den strom der zeit.....

Auf das wir uns immer wiedersehn´
immer wiedersehn´
immer wiedersehn´


das dortmund didgeridoo.....original story aus dem showroom........

zeich´ ma´dein didtsch ! kann ich ma´drauf spieln seiht ja klasse aus dein ditsch...
hat abba n´großes mundstück... Bei meinem hab ich das schon kleiner gemacht ...läuft echt supa bei mir zuhause. manchmal spiel ich auch im park am baum. Echt geil, kommt völlich gut... letztens,völlich heftich,saß ich wieda da und ging grad´ voll ab auf meinem ditsch... Ey ! kam echt n´vogel und setzt sich bei mir auf die schulter... völlich abgefahrn´-Ich natürlich weita gespielt; der vogel bleibt sitzen Sitzt ne ganze zeit und ich natürlich gespielt wie ein junger gott hab nichts mehr gemerkt,keine luft,der atem lief und lief und lief völlich supa. hinterher, ich geh´so mit der hand über die schulter, hat der vogel gekackt...


shadows moon

from ancient caves
and old stone circles
you call to me
great godess

your rich curves
and solid fertile shapes
rekindle in me
ancient connections
truths beyond time
of life and death
and life again

I will go into deep dark places
and wait

I will wait in darkness
heavier than velvet
I will wait in silence
deeper than midnight

and from the stars
and the silver ever-changing moon
across mountains and deserts
and from the very heart, breasts and body
of earth herself
you will come to me

great spirit, great goddess
I have always been your creature

C.K. 96 mitakuye oyasin


Warum willst du in Tränen gehen,
weil es die Welt und das Irdische gibt?
Ob man das Gute, das Böse liebt,
es bleibt Fiktion, kann nur bestehen,
weil hier die Seele zu niemand zerstiebt.

Weine nicht! Alles ein Nichts sein kann,
wo die Gestirne wie Lichter stehn.
Alles Gesetz ist und wirres Geschehn.
Sieh diese Welt als Strasse an
und geh, wie die Heiligen gehn.

Aufgehoben aus Höllenschlünden*,
wo jedermann sich schuldig bekennt
unter dem schweigenden Firmament,
wirst du das ewige Wort auffinden,
wie man im Innersten Gott benennt.

Jenseits der einigen Doppelheit
dessen, was in den zwei Geschlechtern
Unglück vermischt mit Glückseligkeit,
den Traum mit der Wirklichkeit,
wirst du der nicht mehr Suchende sein.

 

Hier irren wir im Trugbereich umher.
Wir schlafen, was wir sind, und sehn vom Wahren,
selbst wenn wir endlich träumend es gewahren,
weil träumend, nur den falschen Schein, nicht mehr.

Nach Körpern fahndet unser Schattenheer -
wir können sie uns Wahrheit offenbaren?
Was können Schattenhände je erfahren?
Unser Berühren bleibt doch fern und leer.

Wer führt uns aus der Seele engem Haus?
Wir lauschen aus dem Seinsgemach hinaus.
Doch wie wird hier die Pforte aufgerissen?

Fernando Pessoa - alive and kicking sowelu gebo sx